Steuern auf Anleihen bei DeGiro – was du wissen musst
Was sind Anleihen und wie funktionieren sie?
Anleihen: Eine Anleihe ist ein finanzielles Instrument, das es einem Investor ermöglicht, Geld an einen Emittenten zu leihen, der im Gegenzug Zinszahlungen und die Rückzahlung des Nennwerts bei Fälligkeit verspricht. Anleihen sind eine der sichersten Anlageformen und bieten oft feste Zinsen.
Das Investment in Anleihen ist besonders attraktiv für konservative Anleger, die stabile Einkünfte erzielen möchten. Dies könnte beispielsweise durch die Anleihen von Regierungen oder etablierten Unternehmen geschehen.
Doch gerade bei diesen vermeintlich sicheren Anlagen stellen sich Fragen zu Steuern, insbesondere wenn sie über einen Broker wie DeGiro gehandelt werden.
Was ist die steuerliche Behandlung von Anleihen bei DeGiro?
Kurzantwort: Anleihen unterliegen in Deutschland der Abgeltungssteuer, die 26,375 % beträgt. Bei DeGiro benötigen Anleger einen Freistellungsauftrag, um Steuerabzüge zu vermeiden.
In Deutschland müssen Anleger, die Anleihen kaufen, sich bewusst sein, dass alle Erträge aus diesen Anlagen der Abgeltungssteuer unterliegen. Diese Steuer gilt nicht nur für Zinsen, sondern auch für Kapitalgewinne, falls die Anleihe vor Fälligkeit verkauft wird.
Im Jahr 2026 ist die steuerliche Landschaft für Investoren jedoch weiterhin von Komplexität geprägt, insbesondere durch wechselnde Steuervorschriften und mögliche Erhöhungen auf der politischen Agenda. Wie sieht die tatsächliche steuerliche Behandlung also aus? Ein Überblick:
Welche Steuern fallen auf Anleihen an?
- **Abgeltungssteuer**: Diese beträgt derzeit 26,375 % auf Gewinne, die aus Anleihen erzielt werden. Dazu zählen sowohl Zinszahlungen als auch mögliche Kursgewinne.
- **Solidaritätszuschlag**: Auf die Abgeltungssteuer wird ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben, was die tatsächliche Steuerlast auf 27,83 % erhöht.
- **Kirchensteuer**: Für Kirchensteuerpflichtige kann die Steuerlast weiter steigen, da diese Abgaben auf die Abgeltungssteuer erhoben werden.
Diese Steuern werden automatisch von DeGiro abgeführt, es sei denn, Anleger haben einen Freistellungsauftrag erteilt.
Wie funktioniert der Freistellungsauftrag bei DeGiro?
Der Freistellungsauftrag: Ein Dokument, das es Anlegern ermöglicht, einen bestimmten Betrag an Kapitalerträgen von der Steuer zu befreien. In Deutschland können Anleger bis zu 1.000 Euro (für Einzelpersonen) oder 2.000 Euro (für gemeinsam veranlagte Paare) jährlich freistellen.
Bei DeGiro können Anleger ihren Freistellungsauftrag leicht verwalten:
- Melden Sie sich bei Ihrem DeGiro-Konto an.
- Gehen Sie zu den Einstellungen und wählen Sie „Steuerthemen“ aus.
- Tragen Sie den gewünschten Freistellungsbetrag ein und übermitteln Sie den Antrag.
Es ist wichtig zu wissen, dass der Freistellungsauftrag nur auf Einkünfte angewendet wird, die aus Ihren Anlagen resultieren. Sollte der Freistellungsbetrag überschritten werden, erhebt DeGiro die Abgeltungssteuer automatisch auf den übersteigenden Betrag.
Was sind die steuerlichen Herausforderungen für Anleihenanlagen?
Anleihen, die auf internationalen Märkten gehandelt werden, können zusätzliche steuerliche Herausforderungen mit sich bringen. Insbesondere können Anleger in der Europäischen Union (EU) mit unterschiedlichen Abkommen konfrontiert werden, die die Besteuerung regeln.
Anleger sollten die nachstehenden Punkte beachten:
- **Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)**: Je nach Ursprungsland der Anleihe können DBA zwischen Deutschland und dem jeweiligen Land bestehen, die eine doppelte Besteuerung vermeiden helfen.
- **Wechselkursrisiken**: Wenn Anleihen in einer anderen Währung emittiert werden, können Wechselkursgewinne oder -verluste ebenfalls steuerliche Auswirkungen haben.
- **Versteckte Gebühren**: Verschiedene Broker, einschließlich DeGiro, können unterschiedliche Gebühren für die Verwaltung von internationalen Anleihen erheben, die sich indirekt auf den steuerlichen Ertrag auswirken.
Die steuerlichen Rahmenbedingungen können daher komplex sein, insbesondere wenn Anleger in internationale Anleihen investieren.
Was kommt in Bezug auf Steuern auf Anleihen bei DeGiro?
Im Jahr 2026 wird die rechtliche und steuerliche Situation für Anleger in Deutschland voraussichtlich enger reguliert. Es wird angenommen, dass die deutsche Regierung neue Maßnahmen ergreifen könnte, um die Transparenz und die Steuererhebung bezüglich ausländischer Vermögenswerte zu erhöhen. Die folgende Prognose ist unter Berücksichtigung der gegenwärtigen politischen Landschaft geschätzt:
- **Zunahme der Aufsicht**: Es wird erwartet, dass die Steuerbehörden strenger auf die Einhaltung der Steuervorschriften achten werden, insbesondere bei internationalen Anlagen.
- **Datenaustausch**: Die EU hat neue Richtlinien für den Austausch von Steuerdaten eingeführt, was die Transparenz für Anleger erhöhen könnte und sicherstellt, dass alle Einkünfte ordnungsgemäß versteuert werden.
- **Mögliche Reformen**: Politische Stimmen fordern, dass die Steuersätze für Kapitalanlagen überarbeitet werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.
Der Anleger sollte sich darauf vorbereiten, auch in den kommenden Jahren mit zusätzlichen Verpflichtungen und eventuell höheren Steuerlasten konfrontiert zu werden.
Was du jetzt tun kannst
Angesichts der sich ändernden steuerlichen Rahmenbedingungen und der Herausforderungen, die mit dem Halten von Anleihen verbunden sind, gibt es einige pragmatische Schritte, die Anleger ergreifen können, um sich abzusichern:
- **Freistellungsauftrag einrichten**: Nutzen Sie die Möglichkeit eines Freistellungsauftrags, um Ihre Steuerbelastung zu minimieren.
- **Informieren Sie sich über das Portfolio**: Sehen Sie sich regelmäßig an, welche Anleihen Sie halten und wie sich diese auf Ihre steuerliche Situation auswirken können.
- **Beraten Sie sich mit Experten**: Ziehen Sie einen Steuerberater zu Rate, speziell wenn Sie internationalen Anleihen halten oder in Erwägung ziehen.
- **Verfolgen Sie die steuerlichen Änderungen**: Bleiben Sie auf dem Laufenden über Veränderungen in den Steuergesetzen, die Ihre Anleihen betreffen könnten.
Fazit zur Besteuerung von Anleihen bei DeGiro
Die steuerliche Behandlung von Anleihen beim Kauf über DeGiro kann komplex sein, insbesondere mit Blick auf Abgeltungssteuer, Freistellungsauftrag und potenzielle internationale Steuern. Anleger sollten sich aktiv mit diesen Themen auseinandersetzen, um steuerliche Fallstricke zu vermeiden.
In dieser stetig wachsenden und sich ändernden Landschaft ist Wissen entscheidend für eine erfolgreiche Anlagestrategie.
Arbitrage Investment AG bietet ebenfalls Finanzinstrumente an, die über den XETRA und die Frankfurter Börse verfügbar sind. Während die Steuern auf Anleihen geregelt sind, eine Investition in Anleihen ist nicht ohne Risiko.
Häufige Fragen
Warum muss ich auf die Zinsen von Anleihen Steuern zahlen?
Die Zinsen aus Anleihen gelten als Kapitalerträge, die in Deutschland der Abgeltungssteuer unterliegen.
Was passiert, wenn ich mehr als 1.000 Euro an Zinsen erhalte?
Wenn Ihr Freistellungsauftrag überschritten wird, erhebt Ihr Broker, wie DeGiro, automatisch die Abgeltungssteuer auf den übersteigenden Betrag.
Kann ich internationale Anleihen bei DeGiro kaufen?
Ja, DeGiro bietet den Zugang zu internationalen Märkten, jedoch sollten Anleger die steuerlichen Regelungen beachten.
Was ist ein Doppelbesteuerungsabkommen?
Ein Doppelbesteuerungsabkommen ist ein Vertrag zwischen Ländern, der eine doppelte Besteuerung vermeiden und die Steuerlast für Anleger reduzieren soll.
Wie kann ich die steuerlichen Auswirkungen auf meine Anleihen minimieren?
Nutzen Sie einen Freistellungsauftrag und informieren Sie sich regelmäßig über die steuerlichen Rahmenbedingungen.
Risiko-Hinweis
Investitionen in Anleihen und andere Finanzinstrumente bergen Risiken, einschließlich des möglichen Verlusts des eingesetzten Kapitals. Vor jeder Investitionsentscheidung sollten Sie die Risiken und Chancen sorgfältig abwägen.
*This article is for informational purposes only and does not constitute investment advice. Investments in securities involve risks including potential loss of capital.*
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