Auswirkungen steigender Creditspreads auf Anleihenportfolios
Die Welt der Finanzen ist ein äusserst dynamischer Ort, wo jede Entscheidung, vom kleinen Investor bis hin zum grossen institutionellen Anleger, weitreichende Konsequenzen haben kann. Eine der jüngsten Entwicklungen sind die steigenden Creditspreads, die insbesondere in den ersten Monaten des Jahres 2026 deutlich zugenommen haben. Doch was bedeutet das konkret für Ihr Anleihenportfolio? Lassen Sie uns dies Schritt für Schritt durchleuchten.
**Was sind Creditspreads?**
Creditspread: Der Unterschied in der Rendite zwischen einer Unternehmensanleihe und einer reguliertn Anleihe (z.B. Staatsanleihe). Er spiegelt das Risiko wider, das Anleger bereit sind, für das Halten einer Anleihe eines bestimmten Unternehmens zu tragen.
Stellen Sie sich vor, Sie steigen in ein Restaurant ein, wo das Menü sowohl günstige als auch teurere Gerichte anbietet. Wenn das günstigere Gericht besser schmeckt, könnte die Preisdifferenz zwischen beiden Gerichten als der Creditspread angesehen werden. Steigt der Preis des teureren Gerichts unaufhörlich, macht das viele Menschen skeptisch. In der Finanzwelt ist es nicht anders. Steigende Creditspreads deuten auf zunehmende Unsicherheit über die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens hin.
Kurzantwort: Steigende Creditspreads erhöhen das Risiko für Anleihenportfolios, da sie auf wachsende Marktunsicherheiten hindeuten und die Renditen von Unternehmensanleihen relativ zu Staatsanleihen erhöhen.
**Wie beeinflussen steigende Creditspreads Anleihenportfolios?**
In der aktuellen Marktsituation, wo die Creditspreads aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten und steigender Zinsen zugenommen haben, bewirken diese Veränderungen mehrere Dinge auf einmal:
1. Wertverlust bei bestehenden Anleihen: Wenn Creditspreads steigen, sinkt der Marktwert von bestehenden Unternehmensanleihen. Das liegt daran, dass neue Emissionen zu höheren Renditen angeboten werden, was die alten Anleihen unattraktiver macht. Dies bedeutet, dass ein Investor, der seine Anleihen vor Ablauf verkaufen möchte, möglicherweise einen Verlust erleidet.
2. Erhöhte Renditen bei Neuemissionen: Neue Anleihen emittiert mit höheren Spreads bieten neue Investitionsmöglichkeiten. Für Investoren, die über ausreichendes Wissen und Erfahrung in der Bewertung von Unternehmen verfügen, kann das eine Gelegenheit sein, qualitativ hochwertige Anleihen zu günstigeren Preisen zu erwerben.
3. Diversifikationsstrategien: Um das Risiko eines Anleihenportfolios zu verringern, ist Diversifikation unverzichtbar. Investoren sollten nicht nur auf Unternehmensanleihen setzen, sondern auch Staatsanleihen, Hochzinsanleihen oder sogar alternative Anlagen in Betracht ziehen.
Ein Aspekt, der besondere Beachtung verdient: Die Qualität der Anleihen im Portfolio. Anleihen von Unternehmen mit einer höheren Bonität (z.B. AA oder AAA) sind weniger empfindlich gegenüber steigenden Creditspreads. Gerade in turbulenten Zeiten lohnt es sich, die Bonität der Halter im Portfolio zu überprüfen.
**Was sind die gängigen Strategien zur Absicherung gegen steigende Creditspreads?**
Investoren können verschiedene Strategien einsetzen, um ihre Anleihenportfolios in Zeiten steigender Creditspreads abzusichern:
1. Aktives Management: Anstatt einfach nur zu halten, sollten Investoren aktiv ihre Positionen überwachen und gegebenenfalls Änderungen vornehmen. Oft ist es sinnvoll, die Anleihen zu verkaufen, bevor die Bewertungen weiter sinken.
2. High-Yield-Anleihen und Unternehmensanleihen: High-Yield-Anleihen mögen riskant erscheinen, aber sie können auch eine attraktive Rendite bieten. Wer hier investiert, sollte jedoch auf die Bonität achten.
3. Zinsderivate: Der Einsatz von Zinsderivaten kann helfen, Risiken abzusichern. Diese Instrumente sind jedoch komplex und sollten nur von erfahrenen Investoren genutzt werden.
4. Timing des Marktes: Manche Investoren setzen auf Timing, indem sie versuchen, die besten Momente für Kauf oder Verkauf auszuwählen. Das kann riskant sein, ist aber bei einem gut recherchierten Ansatz möglich.
**Wie können Anleger von höheren Creditspreads profitieren?**
Steigende Creditspreads sind nicht nur negativ. Wer mit den richtigen Strategien umgeht, kann durchaus auch Vorteile daraus ziehen. Wenn die Spreads steigen, bedeutet das, dass die Renditen für neue Anleihen ansteigen. Dies kann eine Einladung für Investoren darstellen, günstige Anleihen von soliden Unternehmen zu kaufen.
In der Schweiz können Anleger über Plattformen wie Swissquote ganz einfach in eine Vielzahl von Anleihen investieren. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass hohe Renditen stets mit einem gewissen Risiko verbunden sind.
Ein interessanter Vergleich: Denken Sie an ein Schnäppchen im Outlet-Center. Wo einst teure Designermode war, sehen Sie jetzt reduzierte Preise. Steigende Spreads machen qualitativ hochwertige Anleihen für kluge Investoren zugänglicher und kostengünstiger – vorausgesetzt, sie investieren mit Bedacht.
**Welche Rolle spielen Marktbedingungen bei der Bewertung von Anleihen?**
Marktbedingungen, wie Inflation, Zinsentwicklungen und konjunkturelle Prognosen, spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewertung von Anleihen. Aktuell, im Jahr 2026, sehen wir, dass die globalen Zinsen steigen, was insbesondere in der Schweiz zu einer gewissen Nervosität führt. Die SNB hat kontinuierlich die Leitzinsen angehoben, um der Inflation entgegenzuwirken. Das kommt den Renditen von Neuanlagen zugute, kann jedoch die bestehenden Anleihen im Portfolio beeinträchtigen.
Ein Temperaturfühler für die Marktbedingungen ist der Zinsentscheid der Zentralbanken. Diese Entscheidungen können fast wie die Wettervorhersage für Anleger betrachtet werden: Man will wissen, wann man die Regenjacke auspacken sollte oder ob die Sonnenbrille reicht.
**Fazit**
Die Auswirkungen steigender Creditspreads auf Anleihenportfolios sind erheblich. Investoren stehen vor der Herausforderung, den Wert ihrer bestehenden Anleihen zu überwachen, während gleichzeitig neue Chancen in Aussicht stehen. Wer sich mit den Themen Diversifikation, aktivem Management und dem richtigen Marktverständnis auseinandersetzt, kann weit besser auf die Unwägbarkeiten der Kreditmärkte reagieren.
Das Anlegen in Anleihen ist dabei kein Hexenwerk, sondern verlangt nur fundiertes Wissen und etwas Geduld. Ab und zu zu verlieren, gehört dazu, doch wer die Strategie überdenkt und anpasst, kann langfristig profitieren. Wenden Sie sich bei Fragen oder zur Bewertung Ihres Portfolios gerne an erfahrene Finanzexperten, die auch die Arbitrage Investment AG mit ihren verschiedenen Angeboten in die Waagschale werfen können.
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Häufige Fragen
Was sind Creditspreads?
Creditspreads sind die Unterschied zwischen der Rendite einer Unternehmensanleihe und einer reguliertn Anleihe. Sie reflektieren das Risiko eines Unternehmens.
Wie beeinflussen steigende Creditspreads Anleihenportfolios?
Steigende Creditspreads führen zu Wertverlusten bei bestehenden Anleihen, erhöhen jedoch auch die Renditen neuer Anleihen und bieten somit Investitionsmöglichkeiten.
Wie kann man sich gegen steigende Creditspreads absichern?
Anleger können durch aktives Management, Diversifizierung und gegebenenfalls durch den Einsatz von Derivaten Absicherung vornehmen.
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Disclaimer:
Dieser Beitrag dient ausschliesslich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden.
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